Wandern auf dem Jakobsweg

Was ist der Jakobsweg?

In den meisten Religionen gibt es Orte, die als besonders heilige Stätten gelten und zu denen die Gläubigen sogenannte Pilgerfahrten oder Pilgerreisen unternehmen. Früher ging man oft zu Fuss. Bevorzugte historische Routen eignen sich deshalb heute als Fernwanderwege.

Im christlichen Mittelalter galt neben dem für damalige Verhältnisse fast unerreichbar weit weg liegenden Jerusalem und Rom vor allem die spanische Stadt Santiago de Compostela als bevorzugtes Ziel von Pilgerreisen.

Den (einen) Jakobsweg gibt es eigentlich gar nicht - vielmehr haben sich im Verlaufe des Mittelalters aus verschiedenen Ländern hunderte von "klassischen" Pilgerrouten nach Santiago de Compostela herausgebildet. Bekannt sind unter anderem die Route von Trier entlang des Rheins und durch das Burgund oder von Konstanz über Einsiedeln (Schwyz) und Engelberg durch das Berner Oberland.

Finis Terrae

Santiago de Compostela liegt am westlichsten Ende des europäischen Festlands. Die westlichste Landzunge bei Santiago de Compostela wird Finis Terrae ("Ende der Welt") genannt und ist neben der Kathedrale zu Ehren des Apostels Jakobus (spanisch Santiago) ein wichtiges symbolisches Ziel jeder Pilgerfahrt nach Santiago de Compostela.

Symbole: die Jakobsmuschel

Das klassische Erkennungszeichen des Apostels Jakobus ist die Muschel. Auf vielen Teilstücken des Jakobsweges sind die Wegweiser deshalb mit einer gelben Muschel auf blauem Grund (Jakobsmuschel) gekennzeichnet. Solche Symbole waren im Mittelalter wichtig, weil die wenigsten Leute Lesen und Schreiben konnten.

Jakobsmuschel an der Herberge Jakobsmuschel-Wegweiser